Qualitätsentwicklungsbeschreibung

Das Unternehmen Träger pädagogischer Projekte wurde im Jahr 1995 gegründet und arbeitet mit der Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII durch das LVR-Landesjugendamt Rheinland.

Die Qualitätsentwicklungsbeschreibung bezieht sich auf individualpädagogische Hilfen nach § 78 b, Absatz 1, Nr. 3 SGB VIII.
Sie gilt in Verbindung mit der Rahmenleistungsbeschreibung, bezogen auf die Leistungsvereinbarung § 78c SGB VIII.

Die Weiterentwicklung der Qualität der Leistungen gehört zu den Aufgaben von Träger pädagogischer Projekte.

Grundlagen

  • Aushandlung und Gestaltung der konzeptionellen Angebote intensiver individualpädagogischer Hilfen (Individualformen)
  • auf der Rechtsgrundlage des Sozialgesetzbuches (SGB) Achtes Buch (VIII) Kinder- und Jugendhilfe 
  • und der Arbeitsgrundlage der Hilfen zur Erziehung nach §§ 8 und 27 ff SGB VIII sowie 41 SGB VIII.
  • Hilfeplanverfahren nach § 36 SGB VIII.
  • Prävention, Alltags- und Lebensweltorientierung, Normalisierung, Partizipation, Demokratisierung    etc. als Maßstäbe pädagogischen Handelns.

Prozesse entsprechend der -Konzeption und -Rahmenleistungsbeschreibung:

Hervorzuheben sind:

  • Aufnahmeverfahren.
  • Hilfeplanung.
  • Erziehungsplanung.
  • Erziehungsalltag.
  • Schutzauftrag gemäß § 8a SGB VIII.
  • Organisations-, Fach- und Praxisberatung.
  • Projektunterstützung, Krisenintervention.
  • Fortsetzung, Verselbständigung, Entlassung.
  • Hilfe für junge Volljährige, Nachsorge.
  • etc.


Qualitätsmerkmale entsprechend der -Konzeption und -Rahmenleistungsbeschreibung:

Hervorzuheben sind insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Gemäß § 72a SGB VIII Vorlage aktueller erweiterter Führungszeugnisse für alle im Betreuungshaushalt lebenden Personen ab Strafmündigkeit vor der Beauftragung sowie Aktualisierung nach fünf Jahren.
  • Meldung der Betreuer*innen und Betreuungsstellen, die der Betriebserlaubnispflicht unterliegen, an das zuständige Landesjugendamt; Tätigkeit nach amtlicher Genehmigung.
  • Beauftragung geeigneter pädagogischer Fachkräfte gemäß § 34 SGB VIII sowie geeigneter Betreuer*innen für Projekte / Vollzeitpflege gemäß § 33 Satz 2 SGB VIII oder für jeweils einzelne Projekte für Jugendliche gemäß § 35 SGB VIII.
  • Konzipierung individueller Hilfen im 1:1-Verhältnis gemäß den spezifischen Bedarfen mit Berücksichtigung der physischen und/oder psychischen Beeinträchtigungen (Aufnahme jeweils eines jungen Menschen).
  • Freiwilligkeit, Akzeptanz, Transparenz, Partizipation, Kontinuität und Flexibilität in der Individualbetreuung mit 24 h-Verantwortung der Betreuer*innen.
  • 24 h Ruf-, Einsatz- und Arbeitsbereitschaft der Leiterin; gemäß Vereinbarung sowie im Falle ihrer Verhinderung werden die Kontakte auf die fachliche Vertretung vor Ort delegiert.
  • Realisierung der Rechte und Ressourcen der Betreuten.
  • Adressatengemäße Ausstattung der Räume.
  • Adäquate Gestaltung von Nähe und Distanz.
  • Gewährung von Individualität und Intimität.
  • Strukturierung des Alltags durch Rituale und Einübung von Kulturtechniken und Schlüsselqualifikationen.
  • Förderung interkulturellen Lernens.
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung.
  • Unterstützung bildungsbezogener Kompetenzen.
  • Medienerziehung (digital und klassisch).
  • Sexualerziehung auf der Grundlage wertschätzender und unvoreingenommener Haltung der Projekt-/Betreuungsstellen.
  • Hygieneerziehung (mit Infektions- und Pandemieschutzmaßnahmen).
  • Erarbeitung von Beziehungs-, Handlungs- und Konfliktkompetenzen.
  • Streben nach Selbstwirksamkeit und Verselbständigung hinsichtlich gesellschaftlicher Integration.


Maßnahmen und Instrumente
sind insbesondere:

  • Organisations- und Personalentwicklung.
  • Teamarbeit sowie kollegiale Reflexion und Fachberatung.
  • Internes Coaching.
  • Partizipativ entwickeltes Beschwerdemanagement.
  • Einzel-, Fall-, Teamsupervision über einen externen Supervisor.
  • Trägerinterne Evaluation.
  • Adäquate Fort- und Weiterbildung (z.B. zur Kinderschutzfachkraft       gemäß § 8a SGB VIII, zum*zur zertifizierten Brandschutzhelfer*in etc.).
  • Professionalisierung (z.B. zum*zur staatlich anerkannten Erzieher*in).
  • Teilnahme an Forschungen (2019 abgeschlossen: Forschungsprojekt WirkJuBe der IKJ gGmbH mit Herrn Prof. Dr. Macsenaere).
  • Dokumentation.
  • Dialog.


Träger pädagogischer Projekte ist Mitglied

  • im AIM Bundesarbeitsgemeinschaft Individualpädagogik e.V.                                                                                                                                                                                                                                                 Stand: 01. Juli 2020.

 

 

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